Regenwürmer im Garten
Der Regenwurm (Lumbricus terrestris) ist ein äußerst nützliches Tier im Garten. Er sorgt dafür, dass der Boden gesund und locker bleibt und hilft so, eine ideale Wachstumsgrundlage für Pflanzen zu bilden.
Beschreibung
In Deutschland gibt es knapp 40 verschiedene Sorten von Regenwürmern – der Tauwurm ist dabei die am meist verbreiteteste. Seinen Namen hat der zu den Gürtelwürmern zählende Regenwurm durch sein Verhalten bei starken Regenfällen bekommen. Er verlässt seinen Tunnel dann, um dem steigenden Wasserpegel in der Erde zu entkommen.
Regenwürmer ernähren sich hauptsächlich von verrotteten, organischen Stoffen in der Erde. Dabei ziehen sie sich sogar Blätter und Keimlinge in ihren Tunnel (die sogenannte Wohnröhre) um diese dort vermodern zu lassen und anschließend zu Nahrung zu verwerten. Sie graben sich durch den Boden und nehmen dabei Substrat und Mikroorganismen auf, die bei der Ausscheidung ihres Kots eine mineralreiche und substratreiche Substanz bilden. Durch die Mischung mit der vorhandenen Erde entsteht ein Ton-Humus-Gemisch, das einen großen positiven Effekt auf die Struktur des Bodens hat. Der Kot des Regenwurms hat bis zu viermal soviel Stickstoff und zwölfmal soviel Kalium wie die normale Erde!
Die vielen Tunnel die ein Regenwurm gräbt, verbessern die Wasserführung und lockern die Erde auf. Dadurch können Wurzeln einfacher und tiefer in das Erdreich eindringen. Die Erde aus den tieferen Erdschichten wird durch Regenwürmer beständig nach oben gefördert und sorgt damit für eine Durchlüftung, die sich positiv auf das Wachstum der Pflanzen auswirkt.
In Wurmfarmen können Regenwürmer für den eigenen Garten gekauft werden, falls man selbst nur eine geringe Population besitzt. Mittlerweile sind diese „Wurmpakete“ auch im Internet erhältlich und werden auf dem einfachen Postweg versandt.

6 Kommentare
geschrieben von [gelöschter Benutzer] am 14.5.2009 [melden]
Vielleicht weiß Du auch da eine Antwort.
geschrieben von [gelöschter Benutzer] am 17.5.2009 [melden]
geschrieben von Tom am 18.5.2009 [melden]
geschrieben von [gelöschter Benutzer] am 18.5.2009 [melden]
Also ganz nurecht hatte ich doch nicht: Tom schreibt ja das Regenwürmer sich recht gut regenerieren können. Es ist mir schon klar das wenn man sie teilt das etwas stirbt aber so habe ich doch die Hoffnung das ein teil weiter lebt. Aber eine Frage habe ich noch: Wie vermehren Regenwürmer sich eigentlich??
geschrieben von greenpidi am 11.4.2009 [melden]
Ich finde es toll, welche Arbeit diese Würmchen leisten. Sie werden bestimmt von den meisten Menschen unterschätzt.
Kann man denn komplett ausschließen, dass sie Pflanzen auch schaden könnten in irgendeiner Weise?
Meint ihr, ich sollte für mein kleines Beet, das leider nicht sehr tief ist, ein paar Regenwürmer bestellen?
Ich habe zwei gefundene dort ausgesetzt, ich hoffe, die sind nicht direkt wieder geflohen, weils denen dort vl nicht gefällt... ;)
Ja, wie vermehren sich eigentlich Regenwürmer? Könnte es sein, dass sie doch bleiben und Nachwuchs bilden, der ihnen hilft, die Erde aufzulockern? =)
Ich mach mich mal aufn Weg zu wiki ;D
Liebe Grüße!
geschrieben von greenpidi am 11.4.2009 [melden]
Regenwürmer sind Zwitter.
Bestimmt habt ihr schonmal diese Verdickung an einer Stelle entdeckt. Die ist ordentlich mit Drüsen bestückt. Über diese "Pubertätsleiste" tauschen die Regenwürmer ihre Spermien aus. Damit befruchten sie dann ihre Eier und legen sie in Kokons. Die Jungen schlüpfen bei jeder Art und je nach Temperatur unterschiedlich. Von 16 bis zu 135 Tagen kann es dauern. Der Kompostwurm ist da der schnellste, weil der Kompost so schön warm ist =)
Den Winter verbringen Regenwürmer in einer Kältestarre eingerollt unter wärmespeichernden Strukturen wie Bäumen, Steinen, etc...