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Rhabarber anbauen

Der mehrjährige Rhabarber wird heute in vielen Nutzgärten angebaut und von vielen hauptsächlich zu Kompott und Marmelade verarbeitet.

Kategorie: Gemüse

Beschreibung

Der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) oder auch „gemeiner Rhabarber“ genannt, wird zwar meistens als Obstsorte betrachtet, ist jedoch eine Gemüsepflanze, die zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört. Rhabarber ist eine alte Kulturpflanze, die schon 2700 v Chr. in China als Heilpflanze verwendet wurde. Dass Rhabarber essbar ist, wurde allerdings erst vor etwa 250 Jahren in England entdeckt. 

Bei den Rhabarberpflanzen kann zwischen drei Sorten mit unterschiedlichem Säuregehalt gewählt werden. Der grünstielige Rhabarber besitzt grünes Stängelfleisch und ist sehr sauer. Die rotstielige Sorte, mit ebenfalls grünem Stängelfleisch, ist sehr aromatisch, leicht herb und verfügt über weniger Säure. Der rotstielige Rhabarber mit rotem Stängelfleisch ist sehr zart und schmeckt ein wenig nach Himbeere.

Rhabarber benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Günstig ist, ihn in die Nähe eines Komposthaufens zu setzen, da dadurch das Düngen der Pflanze meistens entfallen kann. Sollte doch gedüngt werden müssen, ist organischer Dünger zu empfehlen. Das Erdreich sollte nährstoffreich, lehmig- sandig und mittelschwer sein. Wird der Boden vor der Pflanzung bis zu einer Tiefe von ca. 30cm gelockert, wird das Wachstum angeregt. Zu bedenken ist, dass jede Pflanze eine Fläche von einem Quadratmeter für sich beansprucht. Der Ertrag von zwei Pflanzen reicht normalerweise für die Versorgung einer Familie aus. 

Rhabarberpflanzen müssen im Sommer regelmäßig gegossen werden, da aufgrund der sehr großen Blätter viel Wasser verdunstet. Stehende Nässe ist allerdings zu vermeiden, damit das empfindliche Wurzelwerk nicht fault. 
Die günstigste Pflanzzeit sind zwar die Monate September und Oktober, doch auch im Frühjahr kann noch gepflanzt werden. Rhabarberpflanzen lassen sich durch die Teilung eines alten und groß gewordenen Wurzelstocks problemlos vermehren. Natürlich können die Pflanzen auch im Fachhandel erworben werden. 

Damit sich die Pflanzen kräftig entwickeln können, wird nicht sofort im ersten, sondern im zweiten Jahr in den Monaten April und Mai geerntet. In den folgenden Jahren verlängert sich die Erntezeit bis Ende Juni. Wichtig ist, die Ruhephase der Pflanzen zu beachten, denn in dieser Zeit sammeln sie Kräfte für das Wachstum im nächsten Jahr. Die großen Rhabarberblätter enthalten Oxalsäure, sind daher sehr giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Doch auch in den Stängeln befindet sich Oxalsäure, deren Konzentration mit zunehmender Reifung des Rharbarbers steigt. Deshalb ist ab Ende Juni auf das Ernten und Verzehren von Rhabarber zu verzichten.

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Dieser Gartentipp stammt von:
Erstellt am: 13.5.2009

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Anwendungsmonat

Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober

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