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Steingarten: Bauanleitung und Informationen
Steingärten und Trockenmauern sind auf jeden Fall ein optischer Hingucker. Mit unseren Tipps gelingt Ihnen eine eigene alpine Landschaft kinderleicht.
Werkzeuge und Materialien
Große Steine, Granitbrocken
Beschreibung
Der Steingarten ist eine besondere Art der Gartenform, bei der überwiegend Steine, Kies und Schotter, in Kombination mit speziellen Pflanzen, zu einer natürlich aussehenden alpinen Landschaft modelliert werden. Der Steingarten bietet vielen anpassungsfähigen, sukkulenten Pflanzen den perfekten Lebensraum. Er lässt sie kräftig wachsen und farbenprächtig blühen. Ist die Gestaltung des Steingartens abgeschlossen, bestehen die pflegerischen Tätigkeiten lediglich darin, ihn unkrautfrei zu halten und die Pflanzen gelegentlich zu gießen.
Für den Steingarten ist eine Süd- Südwestlage am besten geeignet, denn die Pflanzen benötigen viel Sonne, um üppig zu wachsen. Vorteilhaft ist eine leichte Hanglage oder das Einbeziehen einer bereits vorhandenen Mauer. Die vielen Steinarten, die für die Gestaltung verwendet werden können, unterscheiden sich in Größe, Form, Porosität und Farbe. Sie besitzen hübsche Maserungen und auffällig Marmorierungen, so dass sich abwechslungsreiche Elemente gestalten lassen. Mit losem Kies, kompakten Findlingen, die in das Erdreich gesetzt werden, mit Granit, Travertin und rauem Kalkschiefer entstehen attraktive Blickpunkte, so dass der Steingarten auch ohne Bepflanzung bereits ansprechend aussieht. Allerdings sollten nicht zu viele verschiedene Gesteinsarten verwendet werden, da der Gesamteindruck des Steingartens dadurch zu unruhig wird.
Damit die Steine natürlich aussehen, werden sie möglichst so angeordnet, wie sie auch „fallen“ würden. Besonders dekorativ sehen unbearbeitete Steine aus. Diese dürfen ruhig Moos und Flechten ansetzen, müssen allerdings witterungsbeständig sein. Beim Planen des Steingartens sollten flache Trittsteine integriert werden. So sind beim späteren Unkrautjäten alle Pflanzen gut erreichbar. Bei einem größeren Terrain bietet sich das Anlegen eines bequemen Hauptweges an.
Mit den Steinen werden unterschiedlich große Pflanznischen, Abstufungen, Terrassen und Spalten gebildet, die den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen bieten. Allerdings sollten die Pflanzen nicht wuchern, damit die schönen Steine sichtbar bleiben. Als Pflanzen eignen sich Bodendecker, die wenig Wasser benötigen, niedrige Gräser, Farne und auch bunt blühende Kräuter. Weiche, dichte Polsterstauden bilden einen faszinierenden Kontrast zu rauen und schroffen Gesteinsarten. Die anspruchslosen Pflanzen benötigen relativ wenig Wasser und reagieren auf Staunässe mit Fäulnisbildung. Damit das Wasser gut ablaufen kann, wird unter das Pflanzsubstrat eine Schicht aus Sand und Splitt eingebracht.
Auf Geröllboden gedeihen Blaukissen, Hungerblümchen und Steinkraut. An sanften Abhängen fühlen sich Alpenveilchen und Wildtulpen wohl. Fetthennenarten und Schleierkraut sprießen zwischen Steinfugen. Flache Mulden sind ideal für Zwiebeln und Knollen der Frühlingsgewächse. Auch höher wachsende Pflanzen lassen sich in einem Steingarten unterbringen, nur dürfen sie nicht zu groß und dominant werden.
Dieser Gartentipp stammt von:
meinkleinergarten.de Erstellt am: 5.6.2009
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3 Kommentare
geschrieben von meinkleinergarten.de am 5.7.2009 [melden]
geschrieben von gone_fast am 5.7.2009 [melden]
geschrieben von Wolf am 5.11.2009 [melden]